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Hygiene und Desinfektion


Die Anforderungen an Hygiene und Desinfektion sind weitaus höher als an eine klassische Reinigung. Unter Reinigung versteht man die Beseitigung von sichtbarem Schmutz und unsichtbarem organischem Material. Es soll verhindert werden, dass sich Mikroorganismen darin ausbreiten können. Durch eine Desinfektion sollen Krankheitserreger zusätzlich abgetötet und inaktiviert werden, damit eine hohe Hygiene herrscht und Menschen sich nicht mit Erregern infizieren. Die alleinige Reinigung kann zu einer Verminderung von Mikroorganismen auf behandelten Flächen von 50 bis 80 Prozent führen. Durch eine wirksame Desinfektion z. B. in Krankenhäusern, Praxen, Arztpraxen, Ambulanzen, Pflegeeinrichtungen, Apotheken aber auch Großküchen wird eine Reduktion der Keime von mindestens 84 bis 99,9 Prozent erreicht.
Für die Verwendung von Desinfektionsmitteln spricht nach der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut auch, dass sich bei Verwendung von alleinigen Reinigungsmitteln eine erhebliche Konzentration von infektionsrelevanten Erregern im Putzwasser findet. Bei der Verwendung von Desinfektionsmitteln ist dies nicht der Fall. Auf den behandelten Flächen lassen sich bei Desinfektion auch weitaus weniger Krankenhauskeime nachweisen. Nach der Reinigung und Desinfektion findet innerhalb weniger Stunden eine Rekontamination der Flächen zunächst mit wenig relevanten Umweltkeimen statt.

Genauere Definition von Reinigung und Desinfektion


Die Reinigung wird auch als ein Prozess zur Entfernung von Verunreinigungen (z. B. Staub, chemische Substanzen, Mikroorganismen, Bakterien, organische Substanzen) unter Verwendung von Wasser mit reinigungsverstärkenden Zusätzen (z. B. Detergenzien oder enzymatische Produkte) definiert. Dabei werden - wie schon erwähnt - Mikroorganismen und Bakterien nicht abgetötet. Die Reinigungswirkung ist bisher nicht quantifiziert oder in anderer Weise standardisiert. Dagegen ist die Desinfektion ein standardisiertes Verfahren mit quantifizierbarem Wirkungsnachweis durch die die Anzahl vermehrungsfähiger Mikroorganismen und Bakterien infolge von Abtötung/Inaktivierung reduziert wird. Dabei sollen Gegenstände bzw. ganze Bereiche so desinfiziert werden, dass von ihnen keine Infektionsgefährdung oder Gefährdung der Hygiene mehr ausgehen kann. Ziel ist die definierte Verminderung der Anzahl pathogener oder fakultativ-pathogener Mikroorganismen. Die Eliminierung von nicht infektionsrelevanten Umweltkeimen ist nicht beabsichtigt. Es gibt einerseits die routinemäßige Desinfektion und anderseits die gezielte Desinfektion. Im Krankenhaus hat die laufende prophylaktische Desinfektion den Zweck, die Verbreitung von Krankheitserregern während der Pflege und Behandlung einzuschränken. Sie erstreckt sich auf Flächen (Flächendesinfektion), von denen zu vermuten ist, dass sie mit erregerhaltigem Material kontaminiert wurden. Der Reinigungsprozess und die Desinfektion können auch in einem Arbeitsgang zusammengefasst werden. Allerdings sind dazu spezielle Reinigungsmittel notwendig, die ausdrücklich für diesen Zweck deklariert sind. Die gezielte Desinfektion wird bei erkennbarer Kontamination, Schlussdesinfektion von Räumen für infizierte Patienten, Ausbruchssituationen und dem Auftreten spezieller (z. B. multiresistenter oder hochinfektiöser) Erreger angewendet.
Die Umsetzung der erforderlichen Reinigungs- und Desinfektionsintervalle wird in Krankenhäusern für alle Flächen (Flächendesinfektion) sowie die einzusetzenden Mittel und Verfahren vom zuständigen Krankenhaushygieniker in Abstimmung mit der Krankenhaushygienekommission festgelegt. Zudem wird ein Reinigungs- und Desinfektionsplan (Hygieneplan) jeweils für einzelne festgelegte Bereiche mit unterschiedlichem Risiko erstellt und verbindlich vorgeschrieben. Eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, Leitlinien, Empfehlungen und Normen muss seitens der Krankenhausmitarbeiter für die Hygiene und Hygienemaßnahmen beachtet werden. Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt in § 23, dass die Leiter von Gesundheitseinrichtungen sicherzustellen haben, „dass die nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, um nosokomiale Infektionen (Krankenhausinfektionen) zu verhüten und die Weiterverbreitung von Krankheitserregern, insbesondere solcher mit Resistenzen, zu vermeiden.“ Auf der Grundlage des IfSG erlassen die Länder Hygieneverordnungen. Sie enthalten beispielsweise Vorgaben zu Fachpersonal, die Umsetzung von Hygieneplänen, epidemiologische Überwachung (Surveillance), Schulung, Information und Fortbildung der Krankenhausmitarbeiter.

Desinfektionsmittel: richtige Dosierung und Einwirkzeit sind entscheidend


Für Desinfektionsmittel und -verfahren muss die antimikrobielle Wirksamkeit belegt sein. Dabei enthalten Desinfektionsmittel allerdings auch Inhaltsstoffe, die nicht nur Mikroorganismen, sondern auch Körper (besonders Hände) und Umwelt schaden können. Generell muss daher besonders in Privathaushalten immer abgewogen werden, ob der Einsatz von Desinfektionsmitteln wirklich nötig ist und ob die Vorteile überwiegen. In Krankenhäusern, Praxen, Arztpraxen oder Apotheken sind Desinfektionsmaßnahmen allerdings zwingend vorgeschrieben. Besonders wenn die Desinfektionsmittel in falscher Dosierung angewendet werden, können sie Allergien, Ekzeme (z. B. an den Händen) oder Vergiftungen auslösen. Wenn Desinfektionsmittel in großen Mengen in den Abfluss geraten, können sie auch nützliche Wasserorganismen abtöten.
Es ist wichtig, dass Desinfektionsmittel richtig angewendet werden. Die Desinfektionsmittel können bei falscher Anwendung unwirksam sein oder noch schlimmer bei den Erregern und Bakterien Resistenzen gegen die Wirkstoffe erzeugen. Chemische Desinfektionsmittel zerstören bei richtiger Anwendung die Zellwände von Krankheitserregern. Die Wirkstoffe gelangen in das Zellinnere und entfalten ihre tödliche Wirkung. Daher müssen unbedingt die empfohlenen Einwirkzeiten der Desinfektionsmittel aber auch die Haltbarkeitszeiten beachtet werden. Um eine Unterdosierung und die Gefahr der Verätzung der Hände bei der Aufbereitung zu vermeiden, sollten fertig gemixte Desinfektionsmittel verwendet werden. Hier sollten zertifizierte Desinfektionsmittel („VAH-zertifiziert“ oder „VAH-gelistet“) genutzt werden. Für die Flächendesinfektion eignen sich Einwegtücher mit Desinfektionsmittel. Wenn Putzlappen verwendet werden, sollten unbedingt unterschiedliche Wischlappen für verschiedene Bereiche zum Einsatz kommen, um die Weiterverbreitung von Bakterien und Erregern zu verhindern. Die Putzlappen sind bei mindesten 60 Grad Celsius zu waschen. Nicht jedes Desinfektionsmittel wirkt gegen jeden Krankheitserreger. Manche Desinfektionsmittel bekämpfen wirksam Bakterien, sind aber gegen bestimmte Virusarten nutzlos. „Viruzid“ wirksame Desinfektionsmittel töten den größten Teil der Viren ab. „Begrenzt viruzide“ Desinfektionsmittel decken nur den Teil der empfindlicheren behüllten Viren ab. Neben unserem Online-Angebot an Reinigungsmitteln, Desinfektionsmitteln, Händedesinfektionsmitteln, Hygieneartikeln sowie Pflegeprodukten bieten wir Ihnen auch vertrauenswürdige Informationen zu den entsprechenden Produkten.

Händedesinfektion und Händedesinfektionsmittel


Die Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Infektionen. Weltweit haben sich alkoholische Einreibepräparate als wirksamste und hautverträglichste Methode zur Desinfektion von Händen etabliert. Sterillium war schon vor 50 Jahren das erste marktfähige Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis. Sterillium und andere Desinfektionsmittel für die Hände müssen in die trockene Hand eingerieben werden und dürfen anschließend nicht mit Wasser abgespült werden. Sterillium schützt die Hände zuverlässig vor Bakterien, Pilzen und gegen behüllte Viren. Die Händedesinfektionsmittel sind besonders hautverträglich und rückfettend.

Produkte für Reinigung und Pflege


Hygieneartikel sind Gegenstände, die der Körperhygiene dienen. Unter Reinigungsmittel fallen Arzt-Seifen, Waschlotionen und andere chemische Substanzen. Pflegeprodukte sind z. B. Handcremes, Salben gegen trockene Haut und Hautpflegelotionen.

Im Online-Angebot finden Sie auch Schutzbekleidung wie Handschuhe, Mundschutz und Schutzbrillen für Krankenhäuser, Arztpraxen, Praxen, Apotheken und Pflegeeinrichtungen.

Dieses Angebot ist für Industrie, Handwerk, Handel und die freien Berufe zur Verwendung in der selbstständigen, beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit bestimmt.

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